Alibre Systemanforderungen
Bei jeder CAD-Anwendung ist die Wahl der richtigen Hardware entscheidend – sie hängt direkt von der Komplexität Ihrer Bauteile und Baugruppen ab. Der folgende Leitfaden hilft Ihnen, die passende Konfiguration für produktives Arbeiten mit Alibre Design zu finden.
Übersicht: Minimum vs. Empfohlen
| Komponente | Minimum | Empfohlen |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 – 64 Bit * | Windows 11 – 64 Bit |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 32 GB+ |
| Grafikkarte | DirectX 11, 2 GB VRAM | 6 GB+ VRAM (Pflicht bei 4K) |
| Prozessor | Jede x86-64 CPU | Höchste Single-Core-Taktrate |
| Datenspeicher | 1 GB frei (HDD) | NVMe-SSD (M.2) |
| Internet | Für Lizenzaktivierung erforderlich (Details unten) | |
Unterstützte Betriebssysteme
- Windows 11 – 64 Bit
- Windows 10 – 64 Bit *
Grundsätzlich kann jedes moderne Windows-Betriebssystem (64 Bit) mit Alibre Design verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass Sie immer mit der neuesten Version Ihres Betriebssystems arbeiten. Einige Kerntechnologien von Microsoft, auf die sich Alibre stützt, sind nicht nur für die Sicherheit relevant, sondern stehen ausschließlich auf aktualisierten Systemen zur Verfügung.
* Hinweis zu Windows 10: Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 eingestellt. Seitdem werden keine Sicherheitsupdates oder Bugfixes mehr bereitgestellt. Alibre Design kann unter Windows 10 weiterhin funktionieren, wir können dafür jedoch keine Funktionsgarantie übernehmen. Wir empfehlen den Umstieg auf Windows 11.
Prozessor (CPU)
- Single-Core-Taktrate ist entscheidend
Grundsätzlich kann jede moderne x86-64-CPU Alibre Design ausführen. Für produktives Arbeiten ist jedoch die Single-Core-Performance der mit Abstand wichtigste Faktor.
Warum Single-Core? CAD-Anwendungen wie Alibre Design führen die meisten Geometrieoperationen – Boolesche Verknüpfungen, Neuberechnungen, Feature-Regenerierung – auf einem einzelnen CPU-Kern aus. Viele Kerne helfen hier nicht. Entscheidend ist, wie schnell ein einzelner Kern rechnet.
Achten Sie auf CPUs mit hohen Boost-Taktraten pro Kern (aktuell 4,5 GHz und höher). Vergleichen Sie die Single-Core-Benchmark-Werte (z. B. Cinebench Single-Core, PassMark Single Thread), nicht die Multi-Core-Werte.
Aktuelle CPUs (Intel Core 13./14. Gen., AMD Ryzen 7000/9000) haben standardmäßig 8 oder mehr Kerne und erreichen trotzdem exzellente Single-Core-Taktraten von 5,0 GHz und darüber. Anders als bei älteren Prozessorgenerationen bedeuten mehr Kerne heute nicht automatisch weniger Geschwindigkeit pro Kern.
Praxis-Tipp: Bei großen Baugruppen mit hunderten Teilen kann eine schnelle Single-Core-CPU den Unterschied zwischen flüssigem Arbeiten und minutenlangen Wartezeiten ausmachen. Die CPU ist der größte Hebel für die CAD-Performance.
Arbeitsspeicher (RAM)
- Minimum: 16 GB – Empfohlen: 32 GB+
Die Anforderungen an den Arbeitsspeicher hängen von der Komplexität Ihrer Konstruktion ab, vom verwendeten Betriebssystem, von den gleichzeitig laufenden Programmen und davon, ob der RAM gemeinsam mit der Grafikkarte genutzt wird (integrierte GPU).
16 GB RAM sind das absolute Minimum für produktives Arbeiten. Einfache Einzelteile lassen sich damit bearbeiten, aber bei mittleren bis großen Baugruppen, parallel geöffnetem Browser, PDM-System oder Rendering-Software werden 16 GB schnell knapp.
Empfehlung: Für ernsthaftes Arbeiten – insbesondere mit Baugruppen ab ca. 50 Teilen, Zeichnungsableitungen und parallelen Anwendungen – sind 32 GB RAM die richtige Wahl. Bei sehr großen Baugruppen (500+ Teile) oder Keyshot-Rendering sollten Sie 64 GB in Betracht ziehen.
Achten Sie außerdem auf Dual-Channel-Konfiguration (zwei identische RAM-Module), da dies den Speicherdurchsatz verdoppelt.
Grafikkarte
- DirectX 11 erforderlich – mind. 6 GB VRAM bei 4K
Alibre Design setzt DirectX 11 voraus – eine Grafiktechnologie, die seit 2009 von praktisch allen Grafikkarten unterstützt wird. Aus Leistungsgründen empfehlen wir eine Karte, die in den letzten 4–5 Jahren hergestellt wurde.
Die Grafikleistung hängt von Ihrer Grafikkarte und deren Video-RAM (VRAM), der Bildschirmauflösung, dem Windows-Skalierungsfaktor und der Modellkomplexität ab. Das Aufrüsten der Grafikkarte oder das Verringern der Bildschirmauflösung sind die einfachsten Maßnahmen bei Darstellungsproblemen.
4K-Bildschirme (3840×2160 und höher): Bei nativer 4K-Auflösung benötigen Sie mindestens 6 GB VRAM auf Ihrer Grafikkarte. Ohne ausreichend VRAM kommt es bei Bildschirmaktualisierungen – z. B. Modellrotation, Zoom, Pan – zu spürbar träger Darstellung. Bei Full-HD (1920×1080) genügen in der Regel 2–4 GB VRAM.
Dedizierte Grafikkarten (NVIDIA GeForce/Quadro, AMD Radeon) bieten deutlich bessere Leistung als integrierte Intel-Grafik. Für reines CAD ist keine Workstation-Karte zwingend nötig – eine aktuelle GeForce- oder Radeon-Karte mit ausreichend VRAM reicht für Alibre Design aus.
Internetzugang
- Reguläre Lizenzen – Erforderlich bei der ersten Aktivierung und danach etwa monatlich oder wenn Sie die Lizenz auf einem anderen Computer aktivieren.
- Mobilitätslizenzen – erforderlich bei Programmstart und -ende.
Im laufenden Betrieb (Modellierung, Zeichnung, Export) wird keine dauerhafte Internetverbindung benötigt.
Datenspeicher
- Alibre Design benötigt nach der Installation etwa 1 GB Speicherplatz
- Die Art des Speichers hat erhebliche Auswirkungen auf die Leistung
Herkömmliche Festplatten (HDD) arbeiten mit rotierenden mechanischen Scheiben. Wenn irgend möglich, sollten Sie diese Art von Speicherlösung vermeiden. Ihr Vorteil ist, dass sie eine hohe Kapazität haben und preiswert sind – ideal für Backups oder gelegentliche Speicherung von Mediendateien.
Solid State Drives (SSD) speichern Daten auf Chips und sind um ein Vielfaches schneller als Festplatten. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie große Baugruppen öffnen, die Hunderte oder Tausende von Teilen enthalten können.
Empfehlung: Verwenden Sie eine SSD – idealerweise vom Typ NVMe M.2 – für Ihr Betriebssystem, die Alibre-Design-Installation und Ihre CAD-Dateien. Ein NVMe-M.2-Laufwerk macht einen spürbaren Unterschied im täglichen Arbeiten, aber jede SSD bietet eine wesentlich bessere Leistung als eine Festplatte.

